Uplandsteig - Ein Landschaftstraum

Der Uplandsteig ist ein anspruchsvoller Wanderweg von 64 km Länge. Er führt Sie einmal um die Gemeinde Willingen (Upland) und berührt dabei alle 9 Ortsteile. Die Topographie unserer Landschaft lässt schon erahnen, dass wir auf der Strecke mit teilweise größeren Steigungen und steilen Abstiegen rechnen müssen, die wir vor allem auf den ersten Kilometern vorfinden werden. So werden allein auf den ersten 15 km 450 von insgesamt 1.487 Höhenmetern überwunden. Die Beschreibung des Uplandsteigs wurde in 5 km Abschnitte eingeteilt. Eine Kilometrierung finden Sie sowohl in der Karte als auch auf der Strecke. Sie werden feststellen, dass sich bei der Wanderung das Gesicht der Landschaft immer wieder ändert. Wir gehen durch Mischwald, Buchenwald, Feldflure, blühende Wiesen, Sumpflandschaften und Hochheiden. Welche wunderschönen Ausblicke uns auf der Strecke erwarten, kann man nicht beschreiben, man muss sie einfach selber erleben.

Kilometer 0 bis 5

Offizieller Startpunkt des Uplandsteigs ist das Besucher-Zentrum in Willingen. Von hier aus geht es talwärts, über die Gehrenbrücke, vorbei an der Uplandschule, dem kleinsten Gymnasium Hessens. Nach ca. 300 Metern biegt die Strecke dann links ab und führt durch den Willinger Kurgarten Richtung Briloner Straße. Diese überqueren Sie und gehen rechts vom Göbels Landhotel die Straße „Zum Treis“ hinauf bis zum Sonnenweg. Hier haben Sie bereits den ersten Kilometer des Steigs erwandert und hier beginnt dann auch das Erlebnis „Natur“, das uns auf den nächsten 60 Kilometern begleitet. Das Hotel Hochsauerland 2010 lassen Sie links liegen und erreichen schon bald den Haselnussweg (600 m NN). Hier bietet sich ein erster schöner Blick auf Willingen, seine Berge und den gegenüberliegenden Hausberg des Ortes, den Ettelsberg. Relativ eben verläuft der Weg nun in Richtung Schwalefeld. Sie erleben die Schönheit eines Buchenwaldes und nach gut 3 Kilometern erreichen Sie das Cafe-Restaurant Fernblick (Ruhetag: Donnerstag), dessen Spezialität, die „täglich frischen Waffeln“, viele Wanderer anlockt. Von hier aus sehen Sie schon den Ortsteil Schwalefeld tief im Tal liegen. Nach ca. 350 Metern führt Sie der Weg wiederum durch einen Buchenwald hinab ins Ittertal. (km 4) Die Itter mündet ebenso wie die Aar, die Sie bei ca. km 9,5 passieren, in den Diemelsee. Zwischen km 4 und km 5 überquert der Uplandsteig die Landesstraße und führt Sie am Fuße des Burgrings und teilweise am Ufer der Itter entlang in Richtung Schwalefeld.

Kilometer 5 bis 10

Bei der 5-km-Marke sehen Sie auf der rechten Seite den Sonnenhof, das Elternhaus des bekannten und früheren Skilangläufers, mehrfachen Olympiateilnehmers, des ehemaligen erfolgreichen Bundestrainers und heutigen Sportdirketors von Hessen, Jochen Behle. Vor dem Cafe Waldesruh (Ruhetag: Montag) biegt der Weg in einem spitzen Winkel links ab und geht wiederum, nun aber auf halber Höhe, entlang des Burgrings durch hohen Fichtenwald. Nach etwa 1 Kilometer führt ein steiler Wanderpfad rechts hinauf in den Sattel zwischen Burgring und Hegeberg. Eine Schutzhütte und eine Bank laden am Ende dieses Aufstiegs zum Verweilen ein. Sie sollten auch hier die schöne Aussicht auf Schwalefeld, die umliegenden Berge und hinunter ins Aartal genießen. Bei km 7,5 erreichen Sie eine historische Stätte, die sagenumwobene Schwalenburg. Heute sind dort nur noch die drei Ringwallanlagen zu erkennen, die eine Gesamtlänge von 1.659 Metern haben. Von dem kleinen Aussichtsturm, der sich in dem mittleren Wall befindet, hat man einen guten Überblick über diese mächtige Anlage. Auf dem äußeren Wall verlassen Sie die frühgeschichtliche Befestigung und der Abstieg in das Aartal beginnt. Über die freie Feldflur gelangen Sie ins Tal. Zwischen km 9 und km 10 erfrischen Sie im Wassertretbecken die müden Füße, denn nun wartet wieder ein steiler Aufstieg auf Sie, der den Frankenpfad hinauf nach Rattlar führt. Der Frankenpfad hat übrigens seinen Namen aus der Geschichte. Karl der Große soll hier im Jahre 772 mit seinem Heer durchgezogen sein, um die Eresburg bei Obermarsberg zu zerstören.

Kilometer 10 bis 15

Nach dem anstrengenden Aufstieg und nachdem Sie den Wald verlassen haben, können Sie sich in der „Bratpfanne“ von den Strapazen erholen. Die Bratpfanne ist eine kleine Sitzgruppe, die links unterhalb des Weges liegt. Der Name wurde vor Jahrzehnten von den Rattlarer Gästen geprägt, weil in dieser windgeschützten Lage die Sonne dermaßen heiß vom Himmel brannte, dass man sich wie gebraten vorkam. Die freie Feldflur gibt nun auf dem weiteren Weg den Blick auf Rattlar und den direkt vor Ihnen liegenden Hermannsberg frei. Hier soll sich der Sage nach Hermann der Cherusker heimlich mit seiner späteren Frau Thusnelda, der Tochter des römerfreundlichen Fürsten Segestes, die auf der Schwalenburg gelebt haben soll, getroffen haben. Die Sage entbehrt allerdings jeder wissenschaftlichen Grundlage. Auf der rechten Seite sehen Sie zwei Produktionsstätten der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie.

Hinter einer Feldscheune biegt der Weg links ab und führt vorbei am Sportplatz. Wer jetzt Hunger oder Durst verspürt, sollte sich im einzigen Gasthof des Ortes (Ruhetag Dienstag) für die kommenden Kilometer stärken, denn die nächste Möglichkeit zur Einkehr besteht erst wieder nach 10 Kilometern, im Ortsteil Hemmighausen, jedoch zzt. nur von Donnerstag bis Sonntag. Hinter dem Sportplatz geht es links ab und nach einigen Metern wieder rechts. Nun führt Sie die Strecke hinauf über den Bergrücken mit einer herrlichen Rundumsicht ( 604 m NN), bevor Sie ins Dommeltal hinabsteigen (506 m NN). Vorbei an der alten Dommelmühle, deren erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1566 datiert (sie ist heute ein Wohnhaus) steht Ihnen schon bald der nächste Anstieg, hinauf zu den Dommelhöfen (635 m NN), bevor. Vorbei an einigen, im Wald versteckten Wochenendhäusern, geht es durch herrlichen Buchenwald nach oben. Bei den Höfen angekommen, sollten Sie den Steig einfach mal verlassen und links hinaufgehen zum Dommelturm (726 m NN). Dieser Abstecher wird mit einem einmaligen Rundblick hinein ins Sauerland und ins Waldecker Land belohnt. Sie haben nun den sicherlich schwersten und anspruchvollsten Teil des Uplandsteigs erwandert.

Kilometer 15 bis 20

Wenngleich die restlichen 44 Kilometer nicht gerade als Flachetappe zu bezeichnen sind, warten nun aber nicht mehr so extreme Steigungen auf Sie. Von den Dommelhöfen folgen Sie der Teerstraße bis hin zur Kreisstraße, die Sie überqueren. Nun wechselt die Landschaft deutlich ihr Gesicht. War die bisherige Strecke von Misch- und Fichtenwald geprägt, so sind es jetzt vorrangig Wiesen und Felder, die das Landschaftsbild ausmachen und den Wanderer mit herrlichen Fernsichten belohnen. Die nächsten 2 Kilometer können Sie Ihr Auge schon einmal daran gewöhnen. Kurz nach km 19 biegt der Weg rechts ab. Eine Schutzhütte lädt zum Verweilen ein und gibt Ihnen den Blick frei auf den Diemelsee. Nach einer evtl. Rast folgen Sie nun dem Feldweg talwärts bis zum Ortsteil Hemmighausen.

Kilometer 20 bis 25

Den kleinen Willinger Ortsteil erreichen Sie zwischen km 21 und km 22. Das vorwiegend landwirtschaftlich strukturierte Dorf war ebenso wie Eimelrod und das benachbarte Deisfeld eine hessische Enklave. Die Dörfer lagen zwar im Waldecker Land, gehörten jedoch nicht zum Einflussbereich der waldeckischen Landesherren. Erst 1929 kehrte das Kirchspiel Eimelrod dorthin zurück, wohin es der Lage nach seit eh und je gehörte - nach Waldeck. Sie überqueren die Diemel, nach der der Diemelsee benannt wurde (Einkehrmöglichkeit im Bauernstübchen Do.-So. oder nach Voranmeldung). Am Dorfgemeinschaftshaus gehen Sie rechts ca. 100 Meter die gepflasterte Dorfstraße hinauf, um dann links abzubiegen in den alten Schulpfad. Dies ist der Weg, den die Hemmighauser Schüler früher gehen mussten, um die Schule in Eimelrod zu besuchen. Extra für den Uplandsteig wurde dieser Pfad wieder freigeschnitten und begehbar gemacht. Ein kurzer, steiler Aufstieg bringt Sie hinauf auf die Verbindungsstraße zwischen den beiden Willinger Ortsteilen und nach etwa einem Kilometer erreichen Sie Eimelrod.

Hier haben Sie die Möglichkeit in verschiedenen Gasthäusern und Restaurants einzukehren. Den Ort verlassen Sie auf einem Wirtschaftsweg und gehen hinunter in das Tal der Mülmecke. (466 m NN) Dem Bachlauf folgen Sie kurze Zeit, überqueren ihn und wandern hinauf zur Bockelau, wo bei km 25 eine kleine Schutzhütte zur Rast einlädt. Für den Anstieg werden Sie dann mit einem schönen Ausblick belohnt.

Kilometer 25 bis 30

Und weiter geht es nun hinab in das Tal der Neerdar. Dieser kleine Fluss hat auch dem Ort Neerdar seinen Namen gegeben. Auf dem Weg dorthin unterqueren Sie kurz nach km 26 die Bahnlinie, die Willingen mit Korbach verbindet und im Jahr 2004 wieder in Betrieb genommen wurde. In Neerdar kann man sich im Gasthof Kiel (Ruhetag Mittwoch) wieder einmal stärken. Sehenswert ist die Kirche des Ortes, deren alte Bauteile aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts stammen. Hinter der kleinen Neerdarbrücke geht es rechts ab, ca 100 Meter entlang der Bundesstraße, die Sie dann überqueren, um links in die Straße „Zur Padbeck“ einzubiegen. Am Dorfgemeinschaftshaus vorbei, geht es nach 20 Metern rechts hinauf. Über einen Feldweg gelangen Sie bald schon wieder an einen Waldesrand. Hier biegen Sie links ab und wandern durch ein kleineres Waldstück Richtung Bömighausen. Diesen Ortsteil erreichen Sie nach ca. 2 Kilometern. Der Uplandsteig führt aber nicht direkt in den Ort hinein, sondern biegt bei km 29 rechts ab. Oberhalb einer Feriensiedlung geht es leicht bergauf. Am Ende dieser Siedlung führt links eine Treppe hinunter in das kleine Tal. Am Fuße der Treppe überqueren Sie die Straße, kommen durch ein kleines Waldstück und schauen schon nach wenigen Metern nach links, wo Sie Bömighausen sehen.

Kilometer 30 bis 35

Kurz hinter km 30 führt der Weg halbrechts hinauf. Wer hungrig und durstig ist, sollte links in den Ort abbiegen (Gasthof Ritter in der Ortsmitte hat, außer mittwochs, für Sie geöffnet). Oberhalb einer kleinen Siedlung von „Nurdach-Häusern“ gelangen Sie bei km 31,5 an einen kleinen Badesee, der zum Verweilen oder gar zu einer kleinen Schwimmrunde einlädt. Hier haben Sie auch den tiefsten Punkt Ihrer Wanderung erreicht (420 m NN).

Nun beginnt ein ca.15 Kilometer langes Stück, welches fast ständig bergauf führt. Aber keine Angst, die Steigungen sind nicht so extrem wie die ersten Kilometer. Es geht vielmehr nur allmählich aufwärts und der Weg ist durchsetzt mit vielen ebenen Strecken. Zunächst biegen Sie am See rechts ab und wandern durch ein kleines Tal in Richtung Welleringhausen. An der nächsten Straßenkreuzung geht es rechts ab. Hier folgen Sie der Asphaltstraße ca. 200 mtr. und biegen dann auf der Höhe links ab in Richtung Grotenberg. Nachdem man das kleine Tal durchquert hat und auf einem schmalen Pfad auf halber Höhe des Berges angekommen ist, hat man einen der schönsten Aussichtspunkte am Uplandsteig erreicht. Wegen der seltenen Pflanzen, die hier noch vorkommen (z.B. die Golddistel), wurde der gesamte Hang unter Naturschutz gestellt. Eine kleine Schutzhütte, direkt am Wege gelegen, lädt Sie ein, einen Blick auf die weite Landschaft zu werfen, die direkt vor Ihnen liegt. Bei klarer Witterung sehen Sie von hier den Turm auf dem „Hohen Gras“ bei Kassel, den „Peterskopf“ am Edersee und den Umsetzer auf dem „Wüstegarten“ im Kellerwald. Der Georg-Viktor-Turm grüßt vom Eisenberg (bei Korbach) herüber und die Windräder bei Gembeck drehen sich im Winde. Entlang des Hanges führt die Route nun weiter und Sie gehen links hinunter zur Kreisstraße.

Kilometer 35 bis 43

Sie folgen der Kreisstraße etwa 100 Meter rechts, und gehen dann gerade aus auf einem Feldweg weiter. Nach weiteren 100 Metern teilt sich der Uplandsteig. (km 36) Gehen Sie geradeaus weiter, kommen Sie nach ca. 3,5 Kilometern über die sogenannte Talvariante durch das Ohl nach Usseln. Die Bergvariante biegt links ab und verspricht 29 Kilometer reines Naturerlebnis, wobei die nächste Einkehrmöglichkeit erst nach 18 km bei (km 54) in der Hochheidehütte besteht. Bei km 43 treffen sich beide Varianten an der Diemelquelle wieder. Somit können Sie natürlich auch der Bergvariante zu folgen, um dann nach Usseln abzubiegen.

(Bergvariante)
Sie wandern den leicht ansteigenden Feldweg ca. 1 Kilometer hinauf auf die Landstraße, die Düdinghausen und Usseln verbindet. Hier biegen Sie rechts ab und nach ca. 200 Metern wieder links, wo Sie schon bald ein riesiges Waldstück aufnimmt, das Sie erst nach km 40 wieder für kurze Zeit verlassen. Wenn Sie hier aus dem Wald heraustreten, bietet sich ein traumhafter Blick weit hinein ins Land (übrigens, von km 36 bis km 39,5 befinden Sie sich in Nordrhein-Westfalen, überschreiten also zweimal die Landesgrenze zwischen Hessen und dem benachbarten Bundesland). Nun führt der Steig hinauf auf das Hochplateau des Kahlen Pöns durch eine der vielen, am Uplandsteig gelegenen Hochheidelandschaften. Dieses in Europa seltene Biotop wurde auch hier als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Bei km 41 verlässt der Uplandsteig die Hochheide und man geht über den Skihang des Pön-Liftes hinunter zur Echternschlade und von dort weiter zur Diemelquelle. Über einen schmalen Waldweg gelangen Sie zu der Stelle, wo die Berg- und Talvariante wieder zusammen kommt.

(Talvariante)
Entscheiden Sie sich für die Talvariante, gehen Sie zunächst auf ebener Strecke durch ein Wiesental, bevor Sie nach ca. 1 Kilometer ein kleines Waldstück erreichen, das Sie am Rande durchwandern. Schon bald sehen Sie dann auf der linken Seite ein einsames Haus stehen, das Haus „im Ohl“. Hier biegt der Weg rechts ab, führt Sie über die Neerdar, um dann gleich wieder links abzubiegen. Sie gehen nun 2 Kilometer durch das Tal aufwärts Richtung Usseln. Dieser Weg ist umsäumt von vielen Büschen und bietet somit bei Sonnenschein willkommenen Schatten. Oben angelangt geht es rechts ab, über die Eisenbahnbrücke, dann gleich wieder links, hinab in den Ort. Hier finden Sie eine Vielzahl von Hotels, Pensionen und Restaurants, um sich einmal richtig zu stärken oder aber auch ein Quartier für die Nacht zu suchen. Empfehlenswert ist auch ein Besuch des Milch-Mu(h)seums, an dem Sie der Weg direkt vorbei führt. In der Ortsmitte biegt der Weg links ab und führt Sie über die Sportstraße durch das Diemeltal hinauf. Direkt am Sportplatz finden Sie auch die Tourist-Information, die Ihnen bei evtl. Fragen sicherlich weiterhelfen kann. Auf einem schmalen Pfad führt der Weg weiter durch den Lohwald, danach vorbei an Wiesen, durch das Diemeltal, bis zur Diemelquelle.

Kilometer 43 bis 50

An der Diemelquelle lädt eine Schutzhütte mit Sitzgruppe zum Ausruhen und Picknick ein.

Hier ein aktueller Hinweis: im Zuge des Neubaus der bewirtschafteten "Graf Stolberg Hütte" oberhalb der (alten) Diemelquelle soll dieser Quellenstein näher zur Hütte um etwa 250 m  versetzt werden!

Neben der Schutzhütte setzt sich der Uplandsteig fort und über einen Pfad erreichen Sie einen breiten Wanderweg dem Sie links folgen. Durch Mischwald geht es leicht bergauf und schon bald erreichen Sie eine Kreuzung, auf der 5 Wege zusammenlaufen. (Auf´m Knoll) Diese Kreuzung überqueren Sie und erreichen dann zwischen km 44 und km 45 die „Schöne Aussicht“. Der Name verspricht nicht zuviel: Sie genießen einen wunderschönen Blick in südliche Richtung, weit hinein nach Nordrhein-Westfalen. Bis zu km 50 verläuft der Uplandsteig nun wieder ausschließlich auf dem Gebiet dieses Bundeslandes. An der nächsten Kreuzung biegt der Weg links ab und führt durch Fichten- und Laubwald, bis Sie aus dem Wald heraustreten und einen Wirtschaftsweg erreichen.
Hier führt der Weg rechts bergauf, am Krutenberg entlang. Eine traumhaft schöne Aussicht, bei entsprechender Sicht bis hin zum Taunus, bietet sich dabei zwischen km 46 und km 47. Vorbei an Bergwiesen und durch Tannen-wald biegt der Steig ca. 500 m nach km 47 rechts ab, führt ca. 50 Meter durch den Wald und läuft dann rechts weiter, ca. 400 Meter talwärts. Bei km 48 erreichen Sie wieder die hessische Grenze, die Sie aber nur kurz berühren. Sehr sumpfiges Gebiet prägt diesen Streckenabschnitt, denn Sie befinden sich hier im Quellgebiet der Itter, des kleinen Flusses, der durch Willingen fließt. Weiterhin berührt hier der Uplandsteig das Naturschutzgebiet „Alter Hagen“, das sich über weite Teile des Strycktals in Richtung Willingen ausbreitet. Geschützt werden viele seltene Pflanzen- und Tierarten, nährstoffarme Moore und Moorwiesen, Birken- und Erlenbruchwälder sowie orchideenreiche Sumpfwiesen. Bevor Sie bei km 49 auf den Rothaarsteig treffen, einem Wanderweg, der von Brilon bis Dillenburg führt und insgesamt 154 Kilometer lang ist, kommen Sie auf dem Hillekopf an einer Schutzhütte vorbei. Uplandsteig und Rothaarsteig folgen auf den nächsten 9 Kilometern der gleichen Trasse.

Kilometer 50 bis 55

Auf dem nun folgenden Streckenabschnitt müssen nur wenige Höhenmeter bewältigt werden, weil der Uplandsteig jetzt auf einem Höhenzug zwischen 740 m NN und 843 m NN verläuft. So können Sie auf den nächsten Kilometern einen wunderschönen, relativ ebenen Höhenwanderweg genießen, der zunächst durch dichten Fichtenwald bergab auf den Hauptzuweg nach Hildfeld führt. Dort geht es rechts bergauf und dann sofort wieder links, weiter auf dem Höhenzug entlang der Grenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen in Richtung Hochheide. Am Wege finden Sie dabei immer wieder historische Grenzsteine, die die Grenze zwischen dem kurkölnischen Sauerland und dem Waldecker Land markierten. Auf der rechten Seite des Weges befinden sich weitere Teile des Naturschutzgebietes „Alter Hagen“, das bereits im vorhergehenden Wegeabschnitt berührt wurde. Bald erreichen Sie auf Ihrem Weg das „Streit“, einen Platz mit großzügigen Sitzgruppen und einer Schutzhütte. Hier befindet sich zugleich das Eingangsportal zu einem der schönsten Naturschutzgebiete der Region: Europas höchstgelegene Hochheide! Vorbei an der Hoppecke-Quelle verläuft der Uplandsteig nun auf einer kleinen Anhöhe. Während des nächsten Kilometers kann man nun das rechts gelegene Naturschutzgebiet (Neuer Hagen) überblicken und genießen. Ein Tipp: Im Juli und August sind hier die Blaubeeren reif, probieren Sie einfach einmal diese süße Frucht. Das Gipfelkreuz auf der Hochheide markiert nicht nur den höchsten Punkt, sondern gibt wieder einen wunderschönen Blick frei, weit hinein in das Land der 1000 Berge, das Sauerland. Unterhalb des Kreuzes sehen Sie in den Hildfelder Steinbruch, in dem Diabas abgebaut und weiter verarbeitet wird. Die tägliche Förderung beträgt hier ca. 3.000 Tonnen. Ein steiler Abstieg führt Sie direkt in das Naturschutzgebiet, das im August/September mit der Heideblüte sein schönstes Gewand präsentiert. Bis zur Einkehrmöglichkeit in die Hochheidehütte sind es jetzt nur noch ein paar Meter. Kurz nach km 54 kommen Sie auf den Wanderparkplatz Niedersfeld. Sie verlassen nun die Hochheide und das Naturschutzgebiet in Richtung Burbecker Platz und Langenberg, wo Sie nach wenigen Minuten an einer reizvoll gelegenen Bergwiese vorbeikommen, die auch „Sauheide“ genannt wird.

Kilometer 55 bis 60

Auch auf diesem Abschnitt bleiben Sie weiter auf dem Höhenzug und haben somit nur geringe Steigungen zu bewältigen. Nachdem Sie einen dicht bewachsenen Tannenwald durchwandert haben, erreichen Sie kurz vor km 56 den "Oberen Burbecker Platz", wo Sie rechts abbiegen. Der nun folgende, kleine Aufstieg führt zunächst wieder durch einen Fichtenwald, dann entlang einer Schonung auf den höchsten Berg Nordrhein-Westfalens, den Langenberg. Hier erreichen Sie bei 843 m NN den höchsten Punkt Ihrer Wanderung. Früher hat hoher Fichtenwald hier jegliche Fernsicht verhindert. Seit “Kyrill” im Jahre 2007 über das Sauerland hinweg gefegt ist, besteht teils freie Sicht nach Norden, oder aber wieder hoch bewachsen. Von nun an geht es abwärts. Der folgende Abschnitt, bis zum km 58 am Richtplatz, besticht durch seine naturbelassene Wegeführung und bringt Sie auf schmalen Pfaden näher zum Ziel. Am Richtplatz angekommen, befinden Sie sich an einer historischen Stätte. Wie schon der Name sagt, wurde hier früher Gericht gehalten und über Recht oder Unrecht entschieden. An dieser geschichtsträchtigen Stätte geht es dann rechts ab, ca. 100 Meter Richtung Willingen, dann gleich wieder links auf einem breiten Waldweg, der schon bald den Abfahrtshang des Sonnenlifts überquert und einen schönen Blick auf den Weltcup-Ort freigibt. Es geht weiter abwärts, und schon bald erreichen Sie den zweiten Skilift auf Ihrer Wanderung, den neuen 6er-Sessellift Ritzhagen, am Skiabfahrtshang, der im Winter beschneit und im Sommer teilweise als Sommerrodelbahn betrieben wird.

Kilometer 60 bis 64

Nun ist es fast schon geschafft. Der Abstieg ins Hoppecketal setzt sich fort und kurz nach km 62 erreichen Sie die ersten Häuser von Willingen. Verschiedene Restaurants entlang der letzten Meter laden dann nochmals ein, sich für die anspruchsvolle Wanderung mit einem guten Schluck oder einem leckeren Essen selbst zu belohnen. Unverwüstliche haben aber auch die Möglichkeit noch eine Rodelpartie auf der Sommerrodelbahn zu unternehmen, die sich hinter dem „Haus am Hoppern“ befindet und direkt am Weg liegt. Am Wege liegen auch die Glasbläserei und die Kletterhalle. Na, wie wär´s mal mit einer Kletterpartie an der 12 m hohen Kletterwand? Egal wie Sie sich entscheiden, eine Wanderstrecke liegt hinter Ihnen, die sicherlich eine Vielzahl von Eindrücken hinterlassen hat. Sie können und dürfen stolz sein, 64 km bewältigt zu haben. Einen Weg der stellenweise hohe Ansprüche an Sie gestellt hat. Tauchen Sie nun ein in das vielfältige Angebot, das Ihnen Willingen im Upland zu bieten hat.

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